Auftakt der Kampagne MAXI statt mini in Münster

„Wir bieten Minijobs in unserem Hotel nicht an, weil wir sie nicht haben möchten.“ Angelina Wendt, Personalleiterin des Mövenpick mit 154 Beschäftigten, schilderte beim Auftakt der Kampagne MAXI statt mini am vergangenen Freitag eindrucksvoll, dass Minijobs nicht nur für Beschäftigte, sondern auch für Arbeitgeber problematisch sein können. „Minijobs sind für die Unternehmen zu teuer wegen der Pauschalsteuer. In unserer Branche ist Qualität entscheidend – und die kann ich über Minijobs mit geringen Stundenkontingenten überhaupt nicht sichern. Qualität erfordert Zeit.“

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Angelina Wendt war eine der Gesprächspartnerinnen, die der Einladung der Initiatorinnen der Kampagne „MAXI statt mini“, Frauen & Beruf Münster e.V. und Frau & Beruf im Kreis Warendorf, gefolgt war und deren Anliegen unterstützt. „Mit der Kampagne wollen wir die politische und gesellschaftliche Debatte über Minijobs wieder neu entfachen“, so Heike Schulze-Werner in ihrer Einführung. „Minijobs sind nur auf den ersten Blick eine gute Alternative. Langfristig verlieren vor allem Frauen mehr als sie gewinnen.“

Die Kampagne will darauf aufmerksam machen, dass viele Frauen lange in den steuer- und abgabenfreien Minijobs kleben bleiben, weil sich eine Ausweitung der Arbeitszeit für sie angesichts hoher Abgaben in der Steuerklasse 5 kaum lohnt. Durchschnittlich bleiben Frauen einer Studie zufolge sieben Jahre im Minijob. Mit der Folge, dass viel von der ursprünglichen Qualifikation verloren geht und ein beruflicher Umstieg immer schwerer wird.

Auch aus dem Einzelhandel, der wie das Gastgewerbe eine typische Minijob-Branche geworden ist, gibt es zunehmend kritische Stimmen. Karin Eksen, Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Münsterland, und Einzelhändler Benjamin Haase aus Hamm beschrieben die Stimmung in ihrer Branche. Viele Händler spüren, dass mit Aushilfen allein keine gute Mitarbeiterbindung erreicht wird. Benjamin Haase, der aktiv Minijobs in sozialversicherungspflichtige Stellen umwandelt, verband seine Kritik an der Regelung der kleinen Jobs zugleich mit einer Aufforderung an die Politik: „Ohne eine Steuerdiskussion werden wir das Problem mit den Minijobs nicht lösen.“

Entschieden werden diese Fragen auf Bundesebene. Für die Initiatorinnen Grund genug, die Kampagne vom Münsterland aus in die Breite zu tragen. Die politischen Vertreterinnen und Vertreter an diesem Vormittag, Annette Watermann-Krass, Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Warendorf, auf dem Podium und Josefine Paul und Thomas Marquardt als Gäste teilen die Kritik und unterstützen die Forderungen der Kampagne.

Informationen und Material gibt es auf der Website: www.maxistattmini.de. Unterstützer und Unterstützerinnen können sich hier eintragen.

Entschieden werden diese Fragen auf Bundesebene. Für die Initiatorinnen Grund genug, die Kampagne vom Münsterland aus in die Breite zu tragen. Die politischen Vertreterinnen und Vertreter an diesem Vormittag, Annette Watermann-Krass, Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Warendorf, auf dem Podium und Josefine Paul und Thomas Marquardt als Gäste teilen die Kritik und unterstützen die Forderungen der Kampagne.

Informationen und Material gibt es auf der Website: www.maxistattmini.de. Unterstützer und Unterstützerinnen können sich hier eintragen.

Gelungener Auftakt der Kampagne MAXI statt mini. Ein klares Votum aller Beteiligten: Wir brauchen eine erneute Debatte über Minijobs. Dabei waren u.a. und unterstützen die Kampagne: (v.l.) Josefine Paul MdL, Thomas Marquard MdL, Sigrid Menke (Casa Mia), Heike Schulze-Werner (Frauen & Beruf), Annette Watermann-Krass MdL, Marithres van Bürk-Opahle (Frau & Beruf), Angelina Wendt (Mövenpick Hotel), Benjamin Haase (Rewe oHG Hamm), Karin Eksen (Einzelhandelsverband Münsterland), Barbara Molitor (MAIS NRW)

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Gelungener Auftakt der Kampagne MAXI statt mini. Ein klares Votum aller Beteiligten: Wir brauchen eine erneute Debatte über Minijobs. Dabei waren u.a. und unterstützen die Kampagne: (v.l.) Josefine Paul MdL, Thomas Marquard MdL, Sigrid Menke (Casa Mia), Heike Schulze-Werner (Frauen & Beruf), Annette Watermann-Krass MdL, Marithres van Bürk-Opahle (Frau & Beruf), Angelina Wendt (Mövenpick Hotel), Benjamin Haase (Rewe oHG Hamm), Karin Eksen (Einzelhandelsverband Münsterland), Barbara Molitor (MAIS NRW)